Liebe Patientinnen, liebe Patienten!

herzlich willkommen im Institut für Pathologie an Standort Kaiserslautern!

In der breiten Öffentlichkeit wird ein Pathologe häufig mit dem Tod in Verbindung gebracht – vielleicht weil Pathologen bei Krimis eine Rolle spielen? Tatsächlich ist es jedoch so, dass die Diagnostik am lebenden Patienten stark im Vordergrund steht.

Dank des medizinisch-technischen Fortschrittes kann heute von allen Organen und Organregionen gezielt Material zur histologischen und zytologischen Untersuchung gewonnen werden. Dieses Material wird durch speziell dafür geschultes und ausgebildetes Personal aufgearbeitet und durch Ärzte begutachtet, die über eine lange Erfahrung in der makroskopischen und mikroskopischen Beurteilung von Krankheiten verfügen.  

Um diese für die Therapie und das weitere Schicksal des Patienten entscheidenden Aussagen treffen zu können, stehen uns heute nicht nur die konventionelle zytologische und histologische Technik zur Verfügung. Wir können auch auf Methoden wie die Histochemie, Immunhistologie oder Molekularbiologie zurückgreifen. Diese Methoden erlauben uns eine immer sicherere und auch exaktere Bewertung von Krankheiten.

Neben der Feststellung und der exakten Bewertung des Krankheitsprozesses sind wir als Pathologen auch in den Therapieablauf eingebunden - sei es durch intraoperative Schnellschnittdiagnostik, die das Ausmaß des chirurgischen Eingriffes mitbestimmt, sei es durch Wiederholung von Biopsien, um das Ansprechen oder den Erfolg einer Therapie zu dokumentieren.

Auch bei den Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Tumoren oder deren Vorstufen ist die Pathologie eingebunden. Das können Untersuchungen von Abstrichen am Gebärmutterhals, an Sputen oder Untersuchungen des Urins sein. Durch diese Tätigkeiten und Leistungen ist ein Arzt für Pathologie ein unentbehrlicher Kollege für den klinisch tätigen Arzt.

Dennoch sollte die Bedeutung der Obduktion (Leichenöffnung) nicht vergessen werden. Das Ergebnis der Obduktion kann für die Angehörigen hilfreich sein, um das Unglaubliche besser zu verstehen. Wichtig können diese Ergebnisse für Verwandte auch sein, wenn ansteckende Krankheiten oder Erbleiden vorliegen, die das rechtzeitige Aufsuchen eines Arztes veranlassen.

Aber nicht nur für die Angehörigen, sondern auch für die behandelnden Ärzte ist die Obduktion von erheblicher Bedeutung. Denn nur die Obduktion lässt sichere Aussagen über die Art und den Verlauf einer Krankheit zu. Damit stellt die Obduktion eine nicht unwesentliche Maßnahme zur Qualitätssicherung ärztlichen Handelns dar. Das Institut für Pathologie des Westpfalz-Klinikums ist seit 2009 gemäß DIN EN Iso/IEC 17020:12 erfolgreich akkreditiert.

Ihr Prof. Dr. med. Uwe Ramp
Chefarzt des Instituts für Pathologie