31.10.2018 09:04 // Operationssaal der Zukunft

Ob Transkatheter-Aortenklappen-Implantationen (TAVI) oder MitraClip-Therapien, ob Stentversorgung von Blutgefäßen oder Wirbelsäuleneingriffe – im neuen Hybrid-OP werden zahlreiche moderne Eingriffe möglich sein. Die Rohbauarbeiten haben bereits begonnen.

Der Bau des neuen Hybrid-OP-Saales im Westpfalz-Klinikum macht große Fortschritte: Die Rückbauarbeiten sind abgeschlossen, die Rohbauarbeiten haben begonnen. Derzeit läuft die Montage von Hohlwandelementen für die Konstruktion. Die haustechnischen Gewerke wurden geprüft und beauftragt. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Baufortschritt und hoffen, dass die Rohbauarbeiten bis Ende November beendet sind“, sagt Markus Deckert, Mitarbeiter im Referat Bau.

„Neue medizinische Möglichkeiten erfordern neue technische Voraussetzungen“

Der neue Hybrid-OP soll ein kardiologisches Herzkatheterlabor mit einem herzchirurgischen OP verbinden und den Zentral-OP im Haus ergänzen. Denn die Zahl der interventionellen Methoden in der Gefäßchirurgie ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Das Behandlungsspektrum ist breit. Es reicht von Therapien, bei denen Gefäße von innen heraus behandelt werden, bis hin zu offenen chirurgischen Eingriffen. „Die neuen medizinischen Möglichkeiten erfordern auch neue technische Voraussetzungen, die wir nun mit dem Neubau eines Hybrid-OP-Saales schaffen“, sagt der Architekt.

Ein Hybrid-OP ist ein Operationssaal, der mit modernster radiologischer Bildgebung ausgestattet ist und zugleich alle Merkmale eines klassischen Operationssaals besitzt. Dadurch sind im Hybrid-OP sowohl detaillierte Röntgendiagnostik als auch sterile Interventionen und Operationen simultan möglich. Durch die exakte sofort verfügbare Bildgebung können in noch größerem Umfang minimalinvasive Eingriffe durchgeführt werden, die für den Patienten weniger belastend sind.

„Der Hybrid-OP ist ein großes Geschenk für unser Haus“

Ob Transkatheter-Aortenklappen-Implantationen (TAVI) oder MitraClip-Therapien, ob Stentversorgung von Blutgefäßen oder Wirbelsäuleneingriffe – im neuen Hybrid-OP werden zahlreiche moderne Eingriffe möglich sein. Davon profitieren in erster Linie die Kardiologie und die Herzchirurgie, aber auch alle anderen operativen Fächer, zum Beispiel die Neuro-, die Viszeral- und die Unfalllchirurgie.

„Der Hybrid-OP ist ein großes Geschenk für unser Haus. Er ist sehr teuer aber auch unabdingbar notwendig für uns als Krankenhaus der Maximalversorgung. Eine wichtige Versorgungslücke wird dadurch endlich geschlossen“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. habil. Christian Mönch, Ärztlicher Direktor.

Neubau kostet rund 4,2 Millionen Euro

Der Neubau wird im östlichen Bereich des Klinikum-Areals über einer bestehenden Flachdachfläche des Funktionsbaus Haus 6 errichtet. Sobald die Rohbauarbeiten beendet sind, starten der Innenausbau und die Installation der Haustechnik. Das Bauprojekt soll bis Ende April 2019 abgeschlossen sein. Die Errichtung des Hybrid-OP kostet rund 4,2 Millionen Euro. Bund und Land fördern das Bauprojekt mit insgesamt 3,3 Millionen Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm.