04.06.2018 13:11 // Zurück auf bekanntem Terrain

Für ihn ist es eine Rückkehr auf alt bekanntes Terrain: Dr. med. Oliver Niederer ist seit Mai 2018 neuer Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin 3 in Kirchheimbolanden. Schon während seiner Facharztausbildung war er im Westpfalz-Klinikum tätig.

„Ich will dazu beitragen, dass dieses Haus sich weiter entwickelt und dass es ein Aushängeschild des Westpfalz-Klinikums in dieser Region ist – ich freue mich auf meine Klinikabteilung“, sagt Dr. Niederer. Der Chefarzt trifft am Standort Kirchheimbolanden auf ein eingespieltes Team von langjährigen, sehr erfahrenen Anästhesisten. Weitere gut ausgebildete Ärzte für die Arbeit zu gewinnen – darin sieht er eine große Herausforderung.

Außerdem hat Dr. Niederer sich den Ausbau der perioperativen Versorgung zum Ziel gesetzt. Das beinhalte den Ausbau der Intensivmedizin und ihre Weiterentwicklung sowie den Austausch und die enge Zusammenarbeit mit den Kollegen am Standort I in Kaiserslautern.

Auch eine gemeinsame Ausbildungsstrategie könnte Kirchheimbolanden seiner Ansicht nach für Kollegen in der Weiterbildung attraktiv machen und die Zusammenarbeit mit den anderen Standorten stärken. „Dies alles sind nicht nur Visionen für die Zukunft, sondern im Sinne einer Wettbewerbsfähigkeit vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Drucks in der Krankenhauslandschaft schlicht Notwendigkeiten“, sagt der Chefarzt.

Identifikation mit dem Leitbild

Nach seinem Studium in München, Mainz und Trier arbeitete Dr. Niederer zunächst in der Chirurgie in Aschaffenburg. Letztlich entschied er sich aber doch, Anästhesist zu werden, und kam damals zum ersten Mal ans Westpfalz-Klinikum.

Später lockte ihn dann eine Oberarztstelle nach Speyer an das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus. Dort bekam er die Möglichkeit, Schmerztherapeut und Palliativmediziner zu werden, ein interdisziplinäres Team zu bilden und eine Intensivstation auszubauen und neu zu strukturieren. „Wir entwickelten Standards und Ausbildungskonzepte, sodass die Station zu einer Art zentrale Ausbildungsstätte im Haus wurde für die Assistenten aller Fachrichtungen.

Was ihn schließlich zurück ans Westpfalz-Klinikum zog, war nicht zuletzt ein Leitbild, mit dem er sich voll und ganz identifizieren kann: Moderne Medizin mit menschlichem Gesicht.

Neuer Lebensabschnitt beginnt

Auch Dr. Andres hat sich mit dem Westpfalz-Klinikum bis zu seinem letzten Arbeitstag identifiziert. „Ich war sehr gerne hier am Westpfalz-Klinikum und ich weiß, ich werde meine Arbeit und Kollegen vermissen“, sagt er nach 22 Jahren.

Dennoch freut sich Dr. Andres auch auf den neuen Abschnitt in seinem Leben: „Ich möchte noch so viele Orte auf der Welt bereisen und habe mich entschieden, dass jetzt mit 64 Jahren die Zeit gekommen ist.“