04.06.2018 09:54 // Wir bleiben Überregionales Traumazentrum

Das Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern hat bereits zum dritten Mal seine Kompetenz und sein professionelles Handeln in der Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten unter Beweis gestellt. Die Re-Zertifizierung belegt, dass unser Haus alle Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) an ein Überregionales Traumazentrum erfüllt.

Voraussetzungen für die Re-Zertifizierung sind die Ausstattung mit zwei Schockräumen, eine schnell verfügbare Computertomographie und ein speziell geschultes interdisziplinäres Team. Des Weiteren sind ein Hubschrauberlandeplatz, ein Notfall-OP-Saal, eine Blutbank und eine Intensivstation erforderlich.

Aufgabe des Überregionalen Traumazentrums ist es, Patienten mit lebensbedrohlichen Verletzungen bestmöglich behandeln zu können. „Dafür haben wir ein Konzept etabliert, mit dem unsere Ärzte lebensrettende Zeit gewinnen“, sagt Prof. Dr. med. Alexander Hofmann, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie 1, die zum Kern des Überregionalen Traumazentrums in Kaiserslautern gehört.

Nach der Ankunft des Patienten in der Zentralen Notaufnahme erfolgt in einem neu eingerichteten Schockraum und dem nebenan lokalisierten Computertomographen die vollständige Diagnostik der Verletzungen und die Stabilisierung des Patienten. Währenddessen bereitet ein interdisziplinäres ärztliches und pflegerisches Team innerhalb kürzester Zeit die notwendigen operativen und intensivmedizinischen Behandlungen vor.

Strenge Richtlinien für Struktur, Organisation und Ausstattung

In Deutschland ereignen sich jährlich mehr als sieben Millionen Unfälle. 33.000 bis 38.000 Menschen werden dabei schwer- bis schwerstverletzt. Die Behandlung der Schwerverletzten ist für die Kliniken eine große Herausforderung.

Um den notwendigen fachlichen und strukturellen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat die DGU bereits 2006 eine besondere Netzwerkstruktur für die Versorgung der Schwerverletzten ins Leben gerufen. Durch eine enge Vernetzung von spezialisierten Kliniken sollte damit die Versorgungsqualität flächendeckend verbessert und standardisiert werden.

Das DGU-Zertifikat erhalten nur Kliniken, die sehr strenge Richtlinien für Struktur, Organisation und Ausstattung erfüllen. Außerdem müssen sie rund um die Uhr eine Behandlung nach hohen Qualitätsmaßstäben gewährleisten.