04.06.2018 09:16 // Optimale Hilfe für verletzte Senioren

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat das Westpfalz-Klinikum erstmals als Zentrum für Alterstraumatologie zertifiziert. Spezielle Versorgungsstrukturen ermöglichen eine strukturierte Diagnostik und Behandlung von verletzten Senioren.

„Diese Zertifizierung belegt, dass wir durch ein stringentes Qualitätsmanagement eine hohe Qualität in der Behandlung von verletzten Senioren erreicht haben“, sagt Prof. Dr. med. Alexander Hofmann, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie 1. Gemeinsam mit Prof. Dr. med. Johannes Treib, Chefarzt der Klinik für Neurologie, hat er im Haus ein interdisziplinäres und interprofessionelles Versorgungskonzept etabliert. Dieses ermöglicht es, alterstraumatologische Patienten so früh wie möglich zu identifizieren und zu behandeln.

So wurden für eine Reihe von Verletzungen verbindliche Behandlungspfade festgelegt. Und auch die Kompetenz in der Versorgung von Osteoporose und osteoporose-assoziierten Knochenbrüchen wurde ausgebaut.

Erhöhte Gefahr eines Sturzes

Mit der Etablierung des Zentrums für Alterstraumatologie trägt das Westpfalz-Klinikum der demografischen Entwicklung Rechnung. Denn immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter.

Einige Risikofaktoren wie Stand- und Gangunsicherheit, Osteoporose, Muskelschwund oder Mangelernährung erhöhen die Gefahr eines Sturzes, der zu einer Verletzung führen kann. Deshalb nimmt auch die Anzahl der Verletzungen bei älteren Menschen seit Jahren stetig zu.

Mehr Aufwand in Medizin und Pflege

Der medizinische und pflegerische Aufwand steigt dem entsprechend. Immer häufiger wird eine stationäre Versorgung in Anspruch genommen. „Aus diesem Grund ist es von immenser Bedeutung, spezielle Versorgungsstrukturen zu etablieren, die eine strukturierte Diagnostik und Behandlung der verletzten Senioren ermöglichen“, sagt Dr. med. Robert Liszka, Sektionsleiter Neurogeriatrie. So lasse sich die Dauer des stationären Aufenthalts und die Rate assoziierter Komplikationen senken.