05.06.2018 07:24 // Kompetente Hilfe für Endometriose-Patientinnen

Sie zählt zu den häufigsten Unterleibserkrankungen bei Frauen: die Endometriose. Dennoch vergehen oft Jahre, bis die richtige Diagnose gestellt wird. Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kirchheimbolanden bietet Patientinnen mit diesem Krankheitsbild eine umfassende und intensive gynäkologische Betreuung.

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe 2 ist jetzt als klinisches Endometriosezentrum zertifiziert worden. „Der Anstoß zur Zertifizierung kam auch aus den Reihen meiner Patientinnen, deren Leidensdruck groß war“, sagt Chefarzt Dr. Robinson Ferrara.

Endometriose ist eine häufige, gutartige, oft schmerzhafte chronische Erkrankung von Frauen, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnlich ist, außerhalb der Gebärmutterhöhle vorkommt. Sie befindet sich oft am Bauchfell im unteren Bauchraum oder im kleinen Becken. Aber auch der Douglas-Raum zwischen Gebärmutter und Enddarm, die Bänder zwischen Gebärmutter und Kreuzbein sowie die Eierstöcke sind oft betroffen. Eine Ausbreitung auf die Scheidenwand und den Darm sowie das Bindegewebe zwischen Scheide und Darm sind nicht selten.

Weiterhin kann sich die Erkrankung in der Gebärmuttermuskulatur, dem Wurmfortsatz sowie am Zwerchfell befinden. Auch die Vulva, der Damm und der Bauchnabel können betroffen sein. Sehr selten befällt die Endometriose die Lunge, Skelettmuskulatur und das Gehirn. Aber auch hier sind schon Endometrioseherde aufgetreten. „Es bedarf einer genauen Anamnese-Erhebung der Patientinnen sowie einer Abklärung mittels Ultraschall, gegebenenfalls mit MRT, und eines operativen Blickes in den Bauchraum, um die endgültige Diagnose zu stellen“, erläutert Dr. Ferrara.

Behandlung oder OP kann zur Verbesserung führen

Als Endometriosezentrum bietet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kirchheimbolanden Patientinnen eine umfassende und intensive gynäkologische Betreuung. Die Ärzte im Haus bilden sich regelmäßig im Bereich der Endometriose fort und sind hochqualifiziert. Zudem gehören operative Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten zum Angebot.

Dabei arbeitet die Klinik mit den Bereichen Radiologie, Abdominalchirurgie, Urologie und mehreren Kinderwunschzentren standardmäßig zusammen. Auch die Einbindung von Schmerztherapie und psychosomatischer Unterstützung ist gegeben – genauso wie die Zugangsmöglichkeit zur Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation.

Auch wenn es derzeit keine Therapie gibt, die die Endometriose vollends heilen kann, so kann eine Behandlung oder eine OP durchaus zu einer Verbesserung führen. „Meiner Erfahrung nach besteht Hoffnung, dass die Schmerzen dadurch gelindert werden und der Kinderwunsch doch noch erfüllt werden kann“, sagt Dr. Ferrara. Ein Grund, warum viele Frauen mit diesem Krankheitsbild in Kirchheimbolanden Hilfe suchen.