24.04.2018 09:42 // Neues Blockheizkraftwerk nimmt Betrieb auf

Um Energie zu sparen und Kosten zu reduzieren, hat das Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern kürzlich ein Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen.

„Jetzt wird der Strom direkt dort erzeugt, wo er gebraucht wird“, sagt Jürgen Kautz, Referatsleiter Technik. Verluste, die zuvor beim Stromtransport entstanden seien, fielen nun weg. Außerdem arbeite das Blockheizkraftwerk wesentlich umweltfreundlicher als ein Großkraftwerk, so Kautz.

Die Kosten für die neue Anlage, über die ab sofort ein Teil des Strom- und Wärmeverbrauchs im Klinikum abgedeckt wird, belaufen sich auf rund 800.000 Euro – eine Investition, die sich laut Jürgen Kautz innerhalb von drei Jahren amortisiert haben soll. Denn der Strom, den das Krankenhaus selbst produziert, und das Gas, das für den Antrieb des Motors notwendig ist, ist anteilig von Netzentgelten, Steuer sowie Umlagen befreit.

Die Entscheidung für ein Blockheizkraftwerk basiert auf einer detaillierten Analyse des Verbrauchsverhaltens in den einzelnen Gebäuden des Klinikums. „Wir erhoffen uns, dass die Anlage rund 8000 Stunden pro Jahr durchläuft“, sagt der Referatsleiter Technik. Voraussetzung: Strom und Wärme müssen auch verbraucht werden. Nur dann sei solch ein Motor aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll, so Kautz.

An seinen Standorten in Kusel, Kirchheimbolanden und Rockenhausen hat das Westpfalz-Klinikum bereits gute Erfahrungen mit Blockheizkraftwerken gemacht. „Dort waren die Einsparungen so hoch wie kalkuliert“, sagt Jürgen Kautz. Seiner Einschätzung nutzt ein Großteil aller Krankenhäuser mittlerweile diese Form der Energieversorgung. Denn Krankenhäuser hätten immer einen hohen Energiebedarf – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.